Der Aufsichtsrat der Staatsbad Bad Ems GmbH hat am 5. Juni 2009 die Vergabe der Privatisierung der Emser Therme an die Kannewischer Holding AG beschlossen. Bei der Vergabeentscheidung wurden neben den wirtschaftlichen Aspekten auch die architektonische, technische, funktionale und ökologische Qualität des Angebots bewertet. Hier hatte die Firma Kannewischer Holding AG klar "die Nase vorn". Der Vergabeentscheidung vorausgegangen war eine gemeinsame Sitzung des Aufsichtsrates der Staatsbad Bad Ems GmbH mit dem Stadtrat der Stadt Bad Ems, in dem das Ergebnis der EU-weiten Ausschreibung vorgestellt und beraten wurde.
Die Firma Kannewischer Holding AG verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Thermalbädern. Sie betreibt u.a. seit 1994 die Caracalla Therme und das Friedrichsbad in Baden-Baden und seit 2004 die Kissalis Therme in Bad Kissingen.
„Wir sind froh, mit der Firma Kannewischer Holding AG einen im Bäderbau und -betrieb ausgesprochenen Spezialisten für die Emser Therme gefunden zu haben“, so Herbert Laubach, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Staatsbad Bad Ems GmbH. „Der Gesundheits- und Tourismusstandort Bad Ems wird von dieser Entscheidung nachhaltig profitieren.“
„Über die Pläne für die neue Emser Therme werden wir in Kürze gemeinsam mit der Kannewischer Holding AG ausführlich berichten. Zunächst müssen wir aber noch die endgültigen Stellenbesetzungen abstimmen. Das war bisher rechtlich nicht möglich“, so Thomas Wilhelmi, Geschäftsführer der Staatsbad Bad Ems GmbH, „und wir werden natürlich auch noch einmal mit den unterlegenen Bietern ein Gespräch führen“.
"Fest steht aber bereits jetzt, dass die heute in der Emser Therme beschäftigten Mitarbeiter auch in der neuen Emser Therme beschäftigt werden", so Thomas Wilhelmi weiter.
Das Verfahren zur Privatisierung der Emser Therme begann im Mai 2007 mit einem europaweit ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb. Danach wurden in mehreren Runden die wirtschaftlichen und architektonischen Konzepte einer neuen Emser Therme mit den Bietern verhandelt. Aber erst nachdem im November 2008 klar war, dass die Wittgensteiner Kliniken GmbH den Therapiebereich in eigene Regie übernimmt und hierzu ein neues Therapiegebäude auf dem Gelände zwischen der AOK Klinik und der Emser Therme errichtet, konnten die Bieterverhandlungen zu Ende geführt werden.
In diesen und in den folgenden Jahren wird sich die Staatsbad Bad Ems GmbH an Investitionen für verschiedene Projekte in Bad Ems mit mehr als 20 Mio. € beteiligen. Dazu gehören die Emser Therme, das neue Therapiezentrum und die Sanierung des ehem. Gaswerks.